Ticker zu den Ereignissen Russland - NATO/Ukraine

Ticker - Die Wahrheit hinter der westlichen Russland-Hysterie

18.2. 2022 17.30 Uhr Die Führungen der Volksrepubliken haben die Evakuierung der Zivilbevölkerung nach Russland angeordnet, da der Angriff d...

Donnerstag, 28. Juni 2012

Syrien: NATO hat Journalisten auf dem Gewissen

Krieg im Land und im Äther
Der heiße Krieg wird stets mit einem Krieg gegen die Köpfe vorbereitet. Auch der gegen Iran und Syrien. Am 2. 6. 2012 hatte die Arabische Liga die Satelliten Nilesat und Arabsat für das syrische Staatsfernsehen gesperrt, um die NATO-Propaganda des katarischen Herrschersenders Al Jazeera und Al Arabiya nicht durch Fakten von der syrischen Seite bloßzustellen.
Zerbombte TV-Station Ikhbaryia
Krieg gegen Journalisten
Gestern Morgen am 27. Juni 2012 wurde der Fernsehsender Al-Ikhbaryia überfallen. Sicherheitskräfte, Techniker und drei Journalisten des Fernsehsenders unweit der Hauptstadt Damaskus wurden umgebracht. Die Anlage wurde durch Sprengsätze völlig zerstört. Dieses Vorgehen trägt die Handschrift der NATO bzw. ihrer Söldner. Es weist, unter Gesamtschau der Situation, deutliche Parallelen zum Libyenkrieg auf

Das Libyen-Szenario
Am 30.Juli 2011 bombardierte die NATO unter anderem den libyschen Fernsehsender Al-Jamahiriyar und tötete die anwesenden Journalisten. Die NATO erklärte damals ungeniert, sie hätte den Fernsehsender bombardieren müssen, denn er hätte „Terrorsendungen“ ausgestrahlt. UNESCO beklagte den NATO-Angriff auf die TV Sender. Deutschlands Journalisten bei ARD und ZDF verschwiegen die internationalen Reaktionen auf die Ermordung ihrer libyschen Kollegen, obwohl sogar Reuters berichtete. Die Generaldirektorin der UNESCO hatte die Luftangriffe gegen den Sender Al-Jamahiriyar scharf kritisiert.
"Die Resolution 1738 (2006) des UN Sicherheitsrates verurteilt Gewaltakte gegen Journalisten und Medienpersonal. Die Luftangriffe verstoßen gegen die Prinzipien der Genfer Konvention. Die Medien zum Schweigen zu bringen ist niemals eine Lösung." UNESCO, 2011
Der Angriff auf den libyschen Fernsehsender erfolgte natürlich nicht wegen imaginärer „Terrorsendungen“ – einer der grotesken Propagandabegriffe die die NATO erfindet, um ihre Aggressionen schön zu färben. Solche Aktionen sind fester Bestandteil der psychologischer Kriegsführung und der militärischen Angriffsvorbereitungen der NATO. Nur 3 Wochen nach der Bombardierung der libyschen Sender fand der Überfall auf das nächtliche Tripolis statt. Es war ein strategischer Vorteil für die Aggressoren, dass die Staatsmedien die Bevölkerung nicht über die konkrete Lage informieren konnten. Zusätzlich wurden die Einwohner von Tripolis über SMS desinformiert (Woher die "Psychologische Kriegsführung" der NATO die kompletten Telefonnummern bekam, werden wir zu einem späteren Zeitpunkt offenlegen). Erinnert sei auch an die von den diensthabenden Trolls bestrittene, gefakte Live-Übertragung von der angeblichen Eroberung des grünen Platzes in Tripolis die für Al Jazeera und Al Arabia mit schlechten Komparsen nachgestellt wurde.

Syrer, schützt Eure Anlagen
Die syrische Regierung hat ihre Hausaufgaben gemacht, wie der Abschuss des türkischen Luftraumverletzers zeigte. Sie hat weitsichtig dafür gesorgt, dass der Luftraum sicher verteidigt wird. Nun kommt es darauf an, die kriegswichtigen Rundfunk- und TV-Stationen auch am Boden zu schützen. Der Krieg findet auf dem Schlachtfeld und im Äther statt.

Unmoral der Phrasendrescher
Die verantwortungslose Masse der deutschen Konzern- und Staatsjournalisten thematisiert den Tod ihrer syrischen Kollegen nicht, senken den Kopf und setzen weiter Phrasen aus der NATO-Lostrommel zu unlesbaren Texten zusammen. (In stets wechselnder Reihenfolge: Diktator, Rebellen, Hochburg, eigenes Volk, Tyrann, Massaker… Fertig ist der Syrienbericht.)
Der Überfall auf ihre Kollegen ist den Journalisten von ARD und ZDF heute keinen Bericht wert. Dafür endloses "Schland".

Nur über ihre Leiche
Erinnern Sie sich an das Getöse über die Ermordung des Journalisten und Agenten Gilles Jacquier? Erinnern Sie sich an die geheuchelte Betroffenheit über den Tod der illegal in Syrien arbeitenden, eingebetteten Journalisten Remi Ochlik und Marie Colvin, die Frau mit der Augenklappe? Erinnern Sie sich an Paul Conroy, über den rührselige Räuberpistolen verbreitet wurden, den Freund des Al Kaida-Killers und Folterers von Tripolis, Belhadj? Freilich. Kennen Sie die Namen der libyschen und syrischen Journalisten? Nein?! Können Sie auch gar nicht. Nur was mit dem NATO-Mainstream schwimmt wird gelobt, gesendet, bedauert und ausgezeichnet. Alles was nicht der NATO aus der Hand frisst ist Freiwild. Das ist westliche Meinungs- und Pressefreiheit. Sie geht über Leichen.
Die Ermordung der Journalisten von  Al-Ikhbaryia ist auch die Schuld der Journalisten im Westen, die sich der Verbreitung von NATO-Propaganda mitschuldig gemacht haben.