Freitag, 8. Februar 2013

DDR: Ministerium für Staatssicherheit

Der 8. Februar ist der Gründungstag des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.
Geschichte wird immer von denen geschrieben die den anderen überleben - sie sind nicht die Sieger.
In der BRD des 21. Jahrhunderts, einem Staat mit braunen Wurzeln, umfassender rechtswidriger Post- und Telefonkontrolle und Geheimdiensten, die das Parlament belügen und den Gesetzgeber ausspionieren, siegen Hysterie und Propaganda über die Wahrheit.
Der Paranoiker von Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, geriet jüngst wieder mal in Ekstase. In der Brandenburgischen Provinz, in Massow, gab es einen Feldstein - vor einer ehemaligen Kaserne - auf dem erwähnt war, dass sich dort einst ein Standort der Wacheinheiten des MfS "Wachregiment Dzierzynski" befand. Das war alles. Im Land der Meinungsfreiheit wagten sich die privaten Stifter des Steines (ehemalige Angehörige der Einheit) nicht einmal eine Wertung oder Erinnerung an jene Zeit. Doch schon die bloße Erwähnung des "Wachregimentes" ohne ideologischen Kotau vor dem "Sieger" Knabe macht einen simplen Stein für diesen Knopp-Klon zum Stein des Anstoßes. (Nicht nur für ihn. Die einschlägigen Block-Parteien gackern was von ihnen erwartet wird.)
Diesem Knaben ist es allerdings kein Bedürfnis sich aufzuregen, dass die Mehrzahl der Bundeswehrkasernen, wenn sie Personennamen tragen, jene von Militärs aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg tragen.
Begründung des deutschen Kriegsministeriums:
Zudem steht die historische Forschung bei Biographien vor dem Problem, dass historische Persönlichkeiten und ihre Leistungen in ihrer historischen Bewertung Veränderungen unterliegen können. Der Traditionserlass stellt hierzu in der Ziffer 3 fest: „In der pluralistischen Gesellschaft haben historische Ereignisse und Gestalten nicht für alle Staatsbürger gleiche Bedeutung, geschichtliche Lehren und Erfahrungen nicht für alle den gleichen Grad an Verbindlichkeit. Tradition ist auch eine persönliche Entscheidung.“ 
Freilich gilt das in der scheindemokratischen Grundordnung nur für Reichswehr- und Wehrmachtsgeneräle und nicht für Namenspatrone des anderen Deutschland. Wo kämen wir denn da hin.

Die Welt ist ungerecht
Schavan hat geschummelt und wird dafür ihren Doktor los. Dr.-Historiker Knabe, dem ganz offensichtlich eine Schraube fehlt, läßt ungestraft kompletten Blödsinn vom Stapel. Die Presse verkauft ihn als "Forscher" (!) und bringt das nicht als Glosse:
"Das Wachregiment wurde geschaffen und systematisch ausgebaut, um Unruhen und Aufstände gegen die kommunistische Herrschaft in der DDR zu bekämpfen."
Dümmer geht's nimmer. Man muss auch als "Wessi" nur lesen können, um zu wissen. Das Wachregiment war eine reine Wacheinheit, die Gebäude und Kasernen bewachte. Ausschließlich. Nicht mal in der Hektik der Wende, als stellenweise Polizeieinheiten gegen Demonstranten eingesetzt wurden, war das Wachregiment außerhalb seiner Bewachungsobjekte im Einsatz.(Was damals geschah, ist mit den heute üblichen "demokratischen" Polizeieinsätzen - man denke an den Einsatz von internationalen Spitzeln, Käfigen für Demonstranten, biometrische Erfassung und den Kampfjets in Heiligendamm, durchaus einen kritischen Vergleich wert.)

Ein Leser der Märkischen Allgemeinen schreibt:
"In Marienfels wurden in Form eines Denkmals 33 Jahre lang die Gefallenen des I. SS-Panzerkorps geehrt. 2004 wurde dieses abgebaut, um 2006 in Thüringen auf dem Privatgrundstück eines NPD-Funktionärs wieder aufgebaut zu werden. Von Strafanzeigen ist nichts bekannt." 
Wo war denn der Historiker Knabe zu jener Zeit? Keine Zeit für die SS - da auf Stasi-Jagd.
Das Denkmal in Fretterode übrigens wurde von der Thüringischen Landesregierung kritisiert, weil es nicht nur der Erinnerung diente... Sonst war es kein Problem.

Jahre ohne Knabe
Nun gut, nehmen wir den "Forscher" Knabe und sein Kuriositätenkabinett mit erfundenen Zellen-Kulissen nicht so ernst.
Wie dem auch sei:
Man kann ja zur "jungen Welt" stehen wie man will. Mindestens ein Gutes hatte der Antifaschistische Schutzwall neben "28 Jahre Friedenssicherung in Europa, 28 Jahre ohne Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegseinsätzen, 28 Jahre ohne Hartz IV und Erwerbslosigkeit, 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit, Suppenküchen und »Tafeln«, 28 Jahre Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen, 28 Jahre ohne Neonaziplakate »GAS geben« in der deutschen Hauptstadt, 28 Jahre Geschichtswissenschaft statt Guidoknoppgeschichtchen, 28 Jahre Club Cola und FKK, 28 Jahre ohne Hedgefonds und Private-Equity-Heuschrecken, 28 Jahre ohne Praxisgebühr und Zwei-Klassen-Medizin, 28 Jahre munteren Sex ohne »Feuchtgebiete« und Bild-Fachwissen und für 28 Jahre Bildung für alle": 28 Jahre ohne Hubertus Knabe.
Oh, wie kann der Beyerl nur sowas schreiben. Ganz gegen die Vorgaben von Oben. Darum:

Informationen von Drüben
Internet und Konzern- und Staatsmedien sind voll von knopper Sieger-Geschichte und Stories von Ossis, die unter dem Druck der allgegenwärtigen Indoktrination ihre eigene Vergangenheit in Richtung Westen verbiegen. Hört man Knabe und Konsorten, verfolgen im Anschlußgebiet 16 Millionen Widerstandskämpfer 16 Millionen Inoffizielle Mitarbeiter.
War Honecker eigentlich mit der "Stasi" alleine in der SED?
Lebte die DDR als vorgeschobener und später von Gorbatschow verratener Vorposten der UdSSR  im luftleeren Raum? Hatte die UdSSR die USA umzingelt oder umgekehrt?
Waren die - von Hitler-Leuten - in der BRD gegründeten Geheimdienste friedensliebende Nazi-Jäger?

Der Kalte Krieg ist mehr als die Lügen der Knabes, Knopps und Gaucks. Er ist ein Propaganda-Krieg zur Auslöschung der Erinnerung an die Ursachen und Folgen der Vergangenheit und zur Vorbereitung der Herde auf den nächsten Krieg. 
Deshalb zur Abwechslung mal die Ansichten von Leuten die dabei waren und sich nicht dem Mainstream fügen. Bild Dir Deine eigene Meinung.
Inoffizielle Mitarbeiter
Generäle
Insider
Noch ein Hubertus: Gruselexperte des Tages 

Am besten geht man mit der Stasi-Phobie der wichtigtuerischen Hysteriker so um: