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Freitag, 20. Januar 2012

Syrien: Insider beschreibt die Zustände in den NATO-Medien

Im britischen "Guardian" erschien am 17. Januar ein erhellender Artikel von Jonathan Steele. (Zitate)
Angenommen eine respektable Meinungsumfrage findet heraus, dass die meisten Syrer für Bashar al-Assads Verbleib als Präsident sind, wäre das nicht eine Hauptnachricht? Besonders, wenn das Ergebnis der dominierenden Erzählung über die Syrien-Krise widerspricht und Medien normalerweise dem Unerwarteten mehr Neuigkeitswert bemessen als dem Bekannten? 
Leider Gottes nicht in jedem Falle. Wenn die Berichterstattung über ein entstehendes Drama aufhört fair zu sein und sich in eine Propagandawaffe verkehrt, werden unbequeme Fakten unterdrückt.
So geschehen mit der jüngsten Umfrage der YouGov Siraj poll on Syria der "Doha Debates", bezahlt von der Qatar Foundation. Das Schlüsselergebnis war, während die meisten Araber ausserhalb Syriens fühlen, der Präsident sollte zurücktreten, ist die Einstellung im Land eine andere. 55% wollen, dass Assad bleibt, motiviert von der Angst vor einem Bürgerkrieg. ...
Voreingenommen Medienberichte fahren auch fort, die Mission der Beobachter der Arabischen Liga in Syrien zu verfälschen. Als die Liga im letzten Frühjahr für die Flugverbotszone in Libyen stimmte, gab es Lob in den höchsten Tönen aus dem Westen. Die Entscheidung, in Syrien zu vermitteln, war weniger willkommen bei den westlichen Regierungen und den hoch angesiedelten Oppositionsgruppen, die zunehmend lieber eine militärische als eine politische Lösung unterstützen. Und so wurde die Mission von den Führern des Westens prompt in Zweifel gezogen und die meisten Westmedien echoten entsprechend. ... Forderungen wurden laut, die Mission solle sich zurückziehen zugunsten einer UN-Intervention. Die Kritiker fürchten wahrscheinlich, die Beobachter könnten berichten, dass die Waffengewalt nicht auf die Kräfte des Regimes beschränkt ist und das Bild von den friedlichen Protesten, brutal unterdrückt von Armee und Polizei, falsch ist.
Homs und einige andere Orte in Syrien werden wie Beirut in den 80ern oder Sarajevo in den 90ern mit Kämpfen zwischen Milizen in ethnischen und konfessionellen Konflikten....
Da die Gefahr eines "Krieges mit allen Mitteln" wächst, werden die Außenminister der Liga sich in Kairo treffen und die Zukunft der Syrienmission besprechen. Zweifelsohne werden die Westmedien jene Minister hervorheben die meinen, die Mission habe "ihre Glaubwürdigkeit" verloren, sei "vom Regime betrogen worden" oder habe "versagt, die Gewalt zu stoppen." Gegenargumente werden heruntergespielt oder unterdrückt."
Vergleichen wir in den nächsten Tagen den Tenor von ARD und ZDF über das Kairoer Treffen. Steele ist kein Hellseher, er kennt seine Pappenheimer. 

Die von Steele erwähnte Umfrage macht erschreckend eines deutlich; nämlich wie massiv manipulativ die Wirkung der Westmedien ist. Wir sehen die Ergebnisse ja auch in den deutschen Medien.
81% der Araber die Syrien aus den Medienberichten kennen, meinen laut Umfrage, Assad müsse zurücktreten und man brauche einen Nationalen Übergangsrat! Erschreckend kommen uns da die Bilder der Al Kaida-NTC-Banditen aus Libyen in den Sinn. Aber 55% der Syrer - die ihr Leben wohl selber am besten kennen - wollen, dass Assad bleibt - aus Sorge um die Zukunft des Landes. 
Diese dramatische Massenmanipulation ist kein Wunder angesichts solcher Medien-"Berichte":
"Times" vom Jahreswechsel 2011/2012
Nicht nur die unmittelbaren NATO-/EU-Medien, auch die oft britisch dominierten Medien in Nahost stoßen in dieses Horn. So berichtete der „National“ in Abu Dhabi/VAE von 32 „durch die Sicherheitskräfte Getöteten“  und - Achtung da ist die berüchtigte Phrase - "trotz Beobachtern"
Die Quellen  sind wie immer Anonyme: „Aktivisten“, „Oppositionsgruppen“, „Al Jazeera“, nochmal „Aktivisten“. Berichtet wird von „Zehntausenden Demonstranten im ganzen Land“. Mal abgesehen davon, dass die Zahlen übertrieben sind. Hunderttausende Demonstranten für Assad werden ausgeblendet. Die Gehirnwäsche funktioniert also in der gesamten Einflusssphäre des Imperialismus.
Opfer und ganze Ereignisse werden frei erfunden oder umgedeutet. Das Ergebnis ist, dass die Konsumenten des west-gemachten virtuellen Syriens ein Bild von Syrien bekommen, welches nichts mit der Wahrheit zu tun hat.


PS.
Assads 55% sind übrigens eine Zahl von der der deutsche Präsident Wulff nur träumen kann.