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Ticker - Die Wahrheit hinter der westlichen Russland-Hysterie

18.2. 2022 17.30 Uhr Die Führungen der Volksrepubliken haben die Evakuierung der Zivilbevölkerung nach Russland angeordnet, da der Angriff d...

Freitag, 11. März 2011

Libyen: Die Bruchstücke der Wahrheit im ZDF

Wie der Krieg medial vorbereitet wird.
Die Gebetsmühle läuft. „Gaddafi schießt auf sein Volk.“ Vorige Woche wurde gar behauptet „Das Regime“ hätte Demos bombardiert. Gesehen hat man es zwar nicht. Obwohl CNN, ZDF und BBC - und wie sie alle heißen  - doch mittendrin sind. Herr Ossendorf vom ZDF berichtet in "heute" - unbehelligt vom „Regime“ - mitten aus der Hauptstadt Tripolis! Weil sonst offenbar nichts los ist und zur Erhöhung der Dramatik stellt er sich auf den dunklen, windigen Balkon. Als hätte er kein Dach über dem Kopf. Man kann ihn nun zwar nicht mehr verstehen, aber es wirkt so schön gruselig und darauf kommt es ja schließlich an.
Die TV-Propaganda hat ein Standardschema. Man zeigt zum einen den lustig aufgerüschten Diktator beim Interview im Luxushotel (Der „Irre“ also.) und zum anderen Aufnahmen im Freien; wenn man Glück hat mit ein paar Rauchfahnen am Horizont: „Das Regime“. Und nicht zu vergessen, die verzweifelt nach der Flugverbotszone rufenden „Aufständischen“, die mit Ihren Pickup- und SUV-Kolonnen irgendwo in der Wüste stehen. An Munition scheint es ihnen nicht zu mangeln. Sie feuern Flak, Kalaschnikows und Panzerfäuste auf einen imaginären Feind ab. Potemkinsche Kampfhandlungen für die westliche Kamera, während man mitten im angeblichen Scharmützel gemütlich Suppe löffelt
Wer nun vor der Glotze noch nicht begreift, dass man dort humanitär Bomben werfen muss – schließlich hat Frankreich ja sogar eine neue Regierung anerkannt, die keiner kennt – für den müssen nun endlich Opfer her. Und das geht so.
ZDF heute-journal: Die obligatorischen Kämpfer schießen wieder mal auf den Fata-Morgana-Feind und das deutsche Off verkündet - nicht ganz zu den Bildern passend: "Ein BBC Team wurde verhaftet und gefoltert." Rumms. Das hat gesessen. Ein einziger Satz. Keine Details. Schnitt.
Jetzt vergreift sich also „Das Regime“ schon an friedlichen Journalisten. Sowas wäre einem Libyer in Guantanamo oder in einem europäischen US-Geheimgefängnis nie passiert. Waterboarding dient nur der Hygiene.
Schalten wir die Ironie hier ab. Ich bin gegen jede Folter. Folter und Mißhandlungen gegen jedermann sind zu ächten, auch wenn der ehem. deutsche Innenminister Schäuble, dies anders sieht.
Nicht vergessen: Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Wie war es denn nun wirklich? Wer die Brutkastenlüge kennt, weiß wie Stimmungen gemacht werden. Wie es die Betroffenen berichten, kann man hier nachlesen. Ich möchte nur auf die Situation hinweisen: Da fährt ein Team aus dem Staat, der im Nahen Osten (Irak und Afghanistan) schon Krieg führt und gerade mit Obama über das „militärische Eingreifen“ - sprich Überfall auf Libyen - redet, ohne Dreherlaubnis durch das feindliche Land das im Bürgerkrieg steckt. BBC berichtet:
„Das Team wurde gestellt in der Nähe von Kasernen an der Hauptstraße…“
„Sie wurden von einem Offizier vernommen, der sie fragte ob sie eine Dreherlaubnis hätten...„ 
„Wir hatten die Kasernen zuvor passiert, es hatte einen unverwechselbaren schwarz-weißen Panzer davor.“
„Ich denke es war das Zentrale Hauptquartier außerhalb der Stadt.“
„Ich konnte durch die Maske sehen. (Zuvor wird von ihm erwähnt es waren OP-Masken. Im ZDF waren es schwarze Kapuzen. Merken Sie was? H. B.)  Ich war nicht überzeugt, dass wir erschossen werden sollten. Ich wurde nicht herumgestossen als ob sie mich etwa erschiessen wollten. Sie halfen mir aus der Zelle. Als ich stolperte halfen sie mir auf. Es war noch immer nicht angenehm. Ich konnte atmen. Ich glaube sie taten es (maskieren) damit wir nicht die Umgebung sehen konnten als sie uns zur Zelle brachten.„
Ein Mann sagte mir: ‚Sorry, es war ein Fehler des Militärs.‘ Aber er sagte auch, wir haben den ersten Fehler gemacht, da wir ohne Dreherlaubnis rausgegangen sind.“
Die Männer sassen da weitere sieben Stunden bevor sie zum Rixos Hotel zurückgebracht und freigelassen wurden.

In wenigen Tagen wird sich die Welt an die Lügen aus Libyen gewöhnt haben und kaum noch zucken. Dann ist die Zeit gekommen, sich das Öl zu holen. Nur noch einige wenige Stories wie diese und „Das Volk“ wird applaudieren, wenn die Freiheitskämpfer aus Übersee „Das Regime“ stürzen.

Update: ARD Deutschlandtrend, S. 17, meldet jetzt schon 54% Zustimmung für einen NATO-Angriff auf Libyen.